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Schmerzforschung
 

 

Pain research unit                                               Version in english

 

 
Akute Schmerzen

Die Intensität postoperativer Schmerzen korreliert mit dem Risiko, chronische Schmerzen zu entwickeln. Eine wirksame postoperative Schmerztherapie ist deshalb entscheidend. Bei der Behandlung postoperativer Schmerzen ist es äusserst wichtig, das an die durchgeführte Operation und die Bedürfnisse des Patienten angepasste richtige Vorgehen zu wählen. Die von uns verwendeten Methoden umfassen sowohl lokale und regionale Techniken als auch systemische Behandlungsweisen, welche der Patient vorzugsweise selbst steuern kann, sowie die Kombination beider Methoden. Ein Ziel unserer Forschungsabteilung ist es, die in der Klinik verwendeten Techniken zu optimieren sowie neue Behandlungsmethoden zu entwickeln.


Chronische Schmerzen

Eine kürzlich durchgeführte Studie ergab, dass ungefähr 20% der europäischen Bevölkerung an chronischen Schmerzen leiden. Bei fast 60% dieser Patienten dauerten die Schmerzen länger als zwei Jahre, und nahezu zwei Drittel der Patienten waren mit ihrer Behandlung unzufrieden, sei es wegen ungenügender Schmerzkontrolle oder wegen unzumutbaren Nebenwirkungen. Es gibt mehr als genügend Hinweise, dass chronische Schmerzen, welche entzündlich oder neuropathisch bedingt sind, auf plastischen Veränderungen im peripheren und zentralen Nervensystem beruhen, und deshalb oftmals mit klassischen Schmerzmitteln nicht genügend zu beeinflussen sind. In den letzten Jahren wurden bedeutende neue Erkenntnisse bezüglich der molekularen Veränderungen der zugrundeliegenden Fehlanpassung der Neuroplastizität gewonnen. Im peripheren Nervensystem glaubt man, dass es quantitative und qualitative Änderungen in der Expression von spannungsabhängigen Natrium-Kanälen in primären sensorischen Nervenfasern sind, welche die Entstehung und Aufrechterhaltung von Schmerzen bewirken.

 

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