Thoraxchirurgie

Ein Team aus erfahrenen Anästhesieärzten und Pflegenden hat sich auf Sie und Ihre individuellen Bedürfnisse vorbereitet und steht Ihnen während des gesamten Eingriffes zur Seite. Während sich die Kollegen der Chirurgie auf die komplexen Operationen konzentrieren, wird Sie ein Oberarzt und ein Assistenzarzt des Instituts für Anästhesie betreuen und für die Aufrechterhaltung von Atmung, Herz- Kreislauf und anderer Grundfunktionen des Lebens sorgen. So sicher wie in unseren Händen schlafen Sie sonst nie. Wir überwachen vor, während und nach dem Eingriff ihre Narkosetiefe, das EKG, den Blutdruck, den Sauerstoffgehalt im Blut, die Atmung und in speziellen Fällen sogar die Herzfunktion mit Ultraschalltechnik.

Zur Vorbereitung auf Ihren Eingriff werden Sie vorab in der Anästhesie-Sprechstunde (Link) oder aber am Vortag innerhalb ihres stationären Aufenthaltes über den Ablauf Ihrer individuellen Narkose und den Ablauf am Operationstag informiert. Sie werden ausreichend Gelegenheit haben, Fragen zu Themen, die Ihnen wichtig sind zu stellen. Bitte bringen Sie zu unserer Information sämtliche Ihnen zur Verfügung stehenden medizinischen Unterlagen und eine Liste der Medikamente, die Sie aktuell einnehmen mit. Ihr Hausarzt gibt gerne Auskunft. Auch Informationen über vergangene Narkosen, Allergien und Rauschmittelgebräuche (Alkohol, Nikotin etc.) sind für uns von grosser Bedeutung.

Besonderheiten der Anästhesie in der thorakalen Chirurgie

Gegenüber der Narkoseführung in anderen chirurgischen Spezialitäten bestehen in der thorakalen Chirurgie einige Besonderheiten. Das betrifft besonders die Blutgerinnung und die Beatmung der Patienten.

Thoraxchirurgische Patienten bedürfen spezieller Beatmungsformen, hier ist die enge Zusammenarbeit mit dem Operateur unabdingbar. Es werden sämtliche moderne Beatmungsverfahren zur seitengetrennten Beatmung beider Lungenflügel angewendet (Bronchusblocker, Doppellumentubus, Univent), es können auch gezielt einzelne Lungenlappen ausgeschaltet werden. Mittels fibroskopischer Kontrolle werden diese Verfahren sicher und effektiv eingesetzt. Zur Resektion von Teilen der Luftröhre und zur interventionellen Bronchoskopie runden Hochfrequenzbeatmung und ‚ Cross-Field-Ventilation' diese Verfahren ab.

Geplant und im Notfall ist die Anlage eines extrakorporalen Kreislaufes durchführbar.

Sämtliche Verfahren, die wir anwenden unterliegen einer engen Prüfung der aktuellen Studienlage. Um uns weiter zu verbessern führen wir häufig Studien (insbesonders in Zusammenarbeit mit weiteren grossen universitären Spitälern) durch. Bevor eine Studie bei Ihnen in Frage käme, würden wir Sie aber speziell dazu aufklären und Ihr Einverständnis dazu einholen.

Die Vorbeugung von postoperativen Schmerzen, sowie Übelkeit und Erbrechen (sogenannte PONV) ist uns ein grosses Anliegen. Das erreichen wir durch sorgfältig abgewogenen Einsatz moderner Narkosemittel und effektiver Schmerzverfahren (z. Bsp. epidurale Anästhesie, Patienten kontrollierte Analgesie). Bei allen Patienten besteht die Möglichkeit der Nachbetreuung durch unseren Akutschmerzdienst.

Wir führen nicht nur Narkosen auf höchstem fachlichen Niveau durch und unterliegen der ständigen Überprüfung durch aktuelle Studienlage, das UniversitätsSpital Zürich hat sich zudem der Ausbildung junger Ärzte verschrieben. Es handelt sich um Kollegen mit abgeschlossenem mindestens sechsjährigem Studium, auf dem Weg zum Facharzt für Anästhesie (weitere fünf Jahre). Die Ausbildung erfolgt immer durch einen erfahrenen Oberarzt. Damit schwierige Prozeduren und die Koordination des gesamten Teams nicht zum ersten Mal am Patienten durchgeführt werden, besteht für alles Ärzte am Institut für Anästhesiologie ein Simulationsprogramm. In Analogie zur Aviatik werden hier notwendige Fähigkeiten erlernt und vertieft.