Urologie

Die Urologie behandelt Erkrankungen und Fehlbildungen der männlichen Geschlechtsorgane, sowie der weiblichen und männlichen Harnorgane. Dazu gehören beispielsweise gut- und bösartige Prostataerkrankungen, Steinleiden, sowie entzündliche Erkrankungen und Tumore der Niere, Harnleiter, Harnröhre, Blase und Hoden.

Eingriffe

Zur Diagnostik werden verschiedene Verfahren angewandt, hierbei sind vor allem die Endoskopie (Blasen- Nieren- und Harnleiterspiegelungen), sowie die Biopsie (Gewebeentnahmen) zu nennen. Operative Eingriffe können, je nach Befund, entweder per Endoskopie, minimal-invasiv (Schlüssellochtechnik) oder offen durchgeführt werden.

Narkoseverfahren

Das Institut für Anästhesie betreut die Patienten der urologischen Klinik am Universitätsspital Zürich bei den meisten operativen und diagnostischen Eingriffen. Hierbei führen wir sämtliche moderne Anästhesieverfahren durch. Dazu gehören im Wesentlichen die drei folgenden Möglichkeiten: 

  • die Allgemeinanästhesie (Vollnarkose), bei der das Bewusstsein ausgeschaltet wird,
  • die Regionalanästhesie (Teilnarkose), bei der die Schmerzen, jedoch nicht das Bewusstsein, ausgeschaltet werden. Im Wesentlichen handelt es sich bei urologischen Eingriffen um die sog. Spinalanästhesie, bei der ein Lokalanästhetikum in den Nervenwasserraum in Höhe der Lendenwirbelsäule gespritzt wird, um zeitweilig das Schmerzempfinden in der unteren Körperhälfte  zu inaktivieren.
  • Die Analgosedation, bei der kontinuierlich eine Schmerzmittelgabe in die Vene erfolgt, der Patient ist dabei wach.

Bei grösseren Eingriffen kann es von Vorteil sein, Teil- und Vollnarkose zu kombinieren, um auch nach der Operation eine gute Schmerztherapie zu gewährleisten. Hierbei wird vor der Einleitung der Vollnarkose ein sog. Epiduralkatheter  (ähnlich wie bei der geburtshilflichen Epiduralanästhesie) (Link Geburtshilfliche Epiduralanästhesie) eingelegt.

Das jeweils für Sie geeignete Narkoseverfahren wird ein Anästhesist im Prämedikationsgespräch im Vorfeld der Operation mit Ihnen besprechen.

Nach der Operation werden -abhängig von der Narkoseform- die meisten Patienten im Aufwachraum oder auf der Intermediate Care Station von kompetenter Fachpflege betreut.